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The NextSkills Studies suggest a new framework for Future Skills which consists of 17 clearly defined Future Skills Profiles. In addition, the Future Skills Triple Helix reference framework has been developed, giving a foundation for the Future Skills.

Zukunft lehren

Warum gute Lehre heute Future Skills braucht

Zukunftsfähige Bildung erfordert einen Wandel der Lehrprofessionalität - von Wissensvermittlung hin zur Förderung von Handlungsfähigkeit unter Unsicherheit.

Ulf-Daniel Ehlers entwickelt mit „Zukunft lehren" ein Gesamtkonzept für Lehrende, die sich der paradoxen Situation moderner Bildung stellen: Während Fachwissen durch KI und Digitalisierung immer leichter verfügbar wird, gewinnt Urteilskraft an Bedeutung. Das Buch führt vom theoretischen Fundament - der Triple-Helix der Handlungsfähigkeit und Future Skills Literacy - über Frameworks wie das AIComp-Modell bis zu Bewertungsinstrumenten. Werkzeuge wie die Future-Skills-Relevanz-Matrix, Futureventions und ein 60-Minuten-Leitfaden ermöglichen den Transfer in die Lehrpraxis. Der Autor verbindet lerntheoretische Modelle mit Reflexionsimpulsen, Selbsttests und einer Formatbibliothek.

Die Publikation richtet sich an Lehrende an Hochschulen und Schulen, Hochschuldidaktiker:innen, Lehrkräftebildner:innen, Lehramtsstudierende sowie Verantwortliche in Bildungsinstitutionen, die Future Skills in Lehre, Curriculum und Organisationsentwicklung integrieren möchten.


Kapitel 1 Der Future Skills Turn: Warum Bildung nicht einfach weiter- machen kann

Dieses Kapitel beginnt bei einer Irritation, die in vielen Lehrsituationen längst spürbar ist und die Sie vermutlich aus der eigenen Praxis kennen: Vieles funktioniert noch, und doch trägt es nicht mehr selbstverständlich. Gerade darin zeigt sich der Umbruch, um den es hier geht und den wir den „Future Skills Turn“ nennen. Nicht Wissen, Lehre und Bildung verschwinden, sondern die Bedingungen, unter denen sie lange Zeit plausibel waren, verändern sich. Das Kapitel rekonstruiert diese Verschiebung über veränderte Wissensordnungen, neue Unsicher heiten, emergente Kontexte und einen normativen Wandel von Bildung. Es möchte damit weniger Alarm auslösen als vielmehr einen Deutungsraum öffnen, in dem Sie die eigene Praxis neu betrachten und genauer verstehen können.

Kapitel 2 Future Skills Literacy: Wie Lehrende Zukunft verstehen und lehren

Dieses Kapitel setzt bei einer Erfahrung an, die Ihnen aus der eigenen Praxis wahrscheinlich vertraut ist: Man stimmt vielen Zukunftsansprüchen sofort zu – und weiß dennoch nicht immer, was daraus pädagogisch eigentlich folgt. Genau an diesem Punkt führt das Kapitel den Begriff der Future Skills Literacy ein. Gemeint ist keine zusätzliche Offenheit für Innovation, sondern eine Form professioneller Urteilskraft: die Fähigkeit, Zukunftskompetenzen zu verstehen, einzuordnen, zu gewichten und in tragfähige Lehrentscheidungen zu übersetzen. Das Kapitel macht damit einen Unterschied sichtbar, der in vielen Debatten zu schnell übergangen wird: den Unterschied zwischen Haltung und Professionalität. Es öffnet einen Deutungsraum, in dem sich die Frage präziser stellen lässt, was Lehrende heute können müssen, damit aus Future Skills mehr wird als ein zustimmungsfähiges Vokabular.

Kapitel 3 Wenn Wissen nicht mehr reicht: Kompetenz, Handlung und Agency als Fundamente von Future Skills

Dieses Kapitel lädt Sie ein, einen Schritt zurückzutreten. Nicht weg von Ihrer Praxis, sondern näher an ihren Kern. Viele Lehrende spüren längst, dass Lehre heute nicht mehr allein über Stoff, Vermittlung und Prüfung beschrieben werden kann. Wissen bleibt wichtig. Aber es reicht immer seltener aus, wenn Lernende in offenen Situationen urteilen, entscheiden und Verantwortung übernehmen müssen. Was also geschieht zwischen Wissen und Handeln? Warum kann jemand etwas erklären und trotzdem nicht handeln? Warum braucht Bildung mehr als Inhalte, Methoden und gute Prüfungsfragen? Dieses Kapitel sucht eine klare Antwort auf diese Fragen. Es zeigt, wie sich das Bildungsdenken von Wissen zu Kompetenz, von Kompetenz zu Handlung und von Handlung zu Agency, Habitus, Werten und Emotionen verschoben hat. Sie erhalten keine Theorie um der Theorie willen. Sie bekommen Begriffe, Bilder und Beispiele, mit denen Sie Ihre eigene Lehrwirklichkeit schärfer sehen können. Am Ende wird klarer, warum Future Skills keine Zusatzaufgabe sind, sondern den Kern guter Lehre berühren: überall dort, wo aus Wissen Urteil, aus Können Verantwortung und aus Lernen echte Handlungsfähigkeit in konkreten Situationen werden muss.

Kapitel 4 Die Architektur der Handlungs- fähigkeit: Wie Future Skills wirklich aufgebaut sind

Dieses Kapitel nimmt Sie mit unter die Oberfläche der Future-Skills-Debatte. Wenn Future Skills mehr sind als eine neue Liste von Kompetenzen, stellt sich die entscheidende Frage: Wie sind sie eigentlich aufgebaut? Genau darum geht es hier. Sie lernen Future Skills nicht als Sammlung einzelner Fähigkeiten kennen, sondern als Architektur von Handlungsfähigkeit. Ausgangspunkt ist eine Erfahrung, die viele Lehrende kennen: Fachwissen bleibt unverzichtbar, aber es reicht nicht immer aus, wenn Lernende in offenen, widersprüchlichen Situationen entscheiden müssen. Dieses Kapitel zeigt, warum Zukunftsfähigkeit aus drei Beziehungen entsteht: dem Verhältnis zu sich selbst, dem Verhältnis zu einer Sache und dem Verhältnis zur sozialen Welt. Anhand konkreter Beispiele wird sichtbar, warum Kreativität, kritisches Denken, KI-Kompetenz oder Nachhaltigkeit nicht einfach „Soft Skills“ sind. Sie werden erst wirksam, wenn Menschen Wissen, Urteil, Werte und Verantwortung verbinden. Das Kapitel hilft Ihnen, Future Skills tiefer zu verstehen – als Struktur, die Fachlichkeit nicht ersetzt, sondern überhaupt erst zukunftsfähig macht.

Kapitel 5 Future Skills Literacy: Wie Lehrende Frameworks nutzen, um Zukunft zu lehren

Viele Future-Skills-Debatten enden dort, wo die Arbeit für Lehrende erst beginnt: beim Framework. Eine Liste liegt vor, Begriffe sind definiert, Kompetenzen klingen plausibel. Aber was heißt das nun für die nächste Unterrichtseinheit, das nächste Seminar, die nächste Prüfung? Genau
an dieser Schwelle setzt dieses Kapitel an. Es setzt bei der Frage an, woran sich diese neue Professionalität im konkreten Lehrhandeln eigentlich erkennen lässt. Wenn Sie sich beim Lesen immer wieder fragen, was Future Skills Literacy jenseits der Programmatik praktisch bedeutet,
dann wird hier ein erster belastbarer Bezugsrahmen entfaltet. Im Zentrum stehen vier Dimensionen: Wissen, Anwendung, Weiterentwicklung und Reflexion. Das Kapitel beschreibt sie nicht als Checkliste, sondern als Architektur professioneller Urteilskraft. Es lädt dazu ein, die eigene Praxis nicht vorschnell zu bewerten, sondern differenzierter wahrzunehmen: Wo wird Zukunft bereits professionell bearbeitet – und wo bleibt sie noch im Modus guter Absichten?

Kapitel 6 Future Mindset: Die innere Haltung zukunftsfähiger Lehre

Dieses Kapitel beginnt mit einer Einsicht, die Ihnen vermutlich vertraut ist: Wer lehrt, arbeitet nie nur an Gegenwart. Jede Lehre weist bereits in eine Zukunft, die sich nicht planen lässt. Genau deshalb geht es hier nicht zuerst um Methoden oder Tools, sondern um jene Haltungen und Denkformen, die Lehrende brauchen, wenn sie in einer offenen, widersprüchlichen Welt nicht nur reagieren, sondern Orientierung geben wollen. Das Kapitel entfaltet die Spannungsfelder eines Future Mindset – zwischen Möglichkeitssinn und Wirklichkeitsbezug, zwischen Selbstbestimmung und Zugehörigkeit, zwischen Sinn, Verantwortung und Handlungsfähigkeit. Es bietet damit keinen Katalog richtiger Haltungen, sondern einen Reflexionsraum, in dem sich die eigene Praxis daraufhin befragen lässt, welche Zukunft sie stillschweigend voraussetzt – und welche sie zu eröffnen vermag.

Kapitel 7 Zwei Landkarten für Future Skills: Vom Grundmodell zur KI-Kompetenz

Dieses Kapitel setzt an einer Schwierigkeit an, die viele Debatten über Future Skills begleitet: Solange der Begriff nur zirkuliert, bleibt oft unklar, welche Form von Handlungsfähigkeit eigentlich gemeint ist. Mit NextSkills und AIComp werden deshalb zwei Modelle vorgestellt, an denen sich diese Frage konkreter bearbeiten lässt. Wenn Sie sich bisher gefragt haben, worin die eigentliche Stärke von Frameworks liegt, dann zeigt dieses Kapitel, dass sie nicht in der Zahl ihrer Begriffe liegt, sondern in der Struktur, die sie sichtbar machen. NextSkills eröffnet eine allgemeine Architektur von Zukunftshandlungsfähigkeit, AIComp eine darauf bezogene Ausdifferenzierung für eine von KI geprägte Lebens- und Arbeitswelt. Das Kapitel hilft damit, Frameworks nicht nur zu benennen, sondern als professionelle Denkwerkzeuge lesbar zu machen.

Kapitel 8 Orientierung statt Bauplan: Wie Sie mit Future-Skills-Frameworks klug arbeiten

Dieses Kapitel beginnt bei einer Erfahrung, die Ihnen wahrscheinlich nicht fremd ist: Man liest ein Kompetenzframework, stimmt fast allem zu – und bleibt dennoch mit der Frage zurück, was sich daraus für die eigene Lehre eigentlich ergibt. Genau an diesem Punkt setzt das Kapitel an. Es zeigt, warum Frameworks zwar Orientierung schaffen können, aber noch einer Übersetzung in die Lehre bedürfen. Wenn Ihnen also der Eindruck vertraut ist, dass Zustimmung noch keine pädagogische Richtung ergibt, dann wird hier jene professionelle Urteilskraft entfaltet, die im Umgang mit Frameworks nötig ist. Das Kapitel beschreibt, wie Modelle verstanden, geprüft und übersetzt werden können, ohne sie zu Bauplänen zu machen. Es öffnet damit einen Arbeitsraum, in dem aus allgemeiner Zukunftssemantik allmählich tragfähige Orientierung für den eigenen Kontext entstehen kann.

Kapitel 9 Von der Vielfalt zum Fokus: Future Skills begründet auswählen

Dieses Kapitel markiert den Übergang von der begrifflichen und professionellen Klärung in die konkrete didaktische Arbeit. Es setzt bei einer Frage an, die in der Praxis schnell dringlich wird: Welche Future Skills sind für meinen Kontext tatsächlich relevant – und wie komme ich zu einer Auswahl, die weder beliebig noch künstlich vollständig ist? Wenn Sie solche Entscheidungen nicht dem Zufall oder dem Zeitgeist überlassen wollen, dann bietet dieses Kapitel einen nachvollziehbaren Weg. Es zeigt, wie aus Modellen, Fachlogiken, Praxisbeobachtungen und Zukunftsfragen zunächst ein Suchraum und daraus eine plausible Fokussierung entsteht. Am Ende steht keine perfekte Liste, sondern ein Kompetenzprofil, das für den eigenen Kontext fachlich anschlussfähig und didaktisch bearbeitbar wird.

Kapitel 10 Aus Future Skills wird Lehre: Von Kompetenzen zu Lernzielen und Lehrformaten

Dieses Kapitel setzt an dem Punkt an, an dem viele gute Überlegungen entweder konkret werden – oder versanden. Denn spätestens nach der Auswahl relevanter Future Skills stellt sich die Frage, wie daraus tatsächlich Lehre wird. Wenn Sie diesen Übergang aus der eigenen Arbeit kennen, dann dürfte Ihnen die Grundbewegung dieses Kapitels vertraut sein: weg vom Kompetenzbegriff, hin zu beobachtbaren Zielhandlungen, passenden Lernformaten und einer stimmigen Lernreise. Das Kapitel zeigt, wie Future Skills nicht in Stoff, sondern in Lernhandlungen übersetzt werden können, in denen Urteilskraft, Verantwortung und Gestaltungsfähigkeit sichtbar werden. Es bietet damit keinen starren Bauplan, sondern eine professionelle Übersetzungslogik, mit der sich aus einem Kompetenzprofil schrittweise eine tragfähige Lernarchitektur entwickeln lässt.

Kapitel 12 Was in der Praxis trägt: Formate, Stolpersteine und Gegenmittel

Dieses Kapitel ist bewusst nah an der Praxis gehalten. Es setzt bei der Erfahrung an, dass selbst gut durchdachte Lehrkonzepte in der Umsetzung an überraschend konkreten Dingen scheitern können: an übergroßen Formaten, unklaren Kriterien, fehlenden Artefakten oder einer zu schnellen Tool-Begeisterung. Wenn Ihnen solche Bruchstellen aus dem eigenen Alltag vertraut sind, dann versteht sich dieses Kapitel nicht als Nachtrag, sondern als pragmatische Verdichtung des bisher Entwickelten. Es bündelt erprobte Formate, macht ihre jeweilige didaktische Logik sichtbar und verbindet sie mit typischen Stolpersteinen und Gegenmitteln. So entsteht kein Katalog zum Abarbeiten, sondern ein Werkzeugraum, in dem sich gute Absichten robuster auf Praxis beziehen lassen.

Kapitel 13 Zukunft lehren in 60 Minuten

Vielleicht kennen Sie diesen Gedanken: Ja, das alles leuchtet ein. Aber wann soll ich das noch machen? Zwischen Unterrichtsvorbereitung, Korrekturen, Prüfungen, Gremien, Projekten und Alltagsdruck wirken Future Skills leicht wie etwas, das man irgendwann später angeht – wenn mehr Zeit da ist, wenn das Curriculum überarbeitet wird, wenn der nächste Schulentwicklungsprozess beginnt oder das Modul einmal grundsätzlich neu geplant wird. Genau dort liegt die eigentliche Hürde. Nicht im fehlenden Interesse. Sondern im Gefühl, dass man für Future Skills erst alles neu machen müsse. Die gute Nachricht ist: Das stimmt nicht. Sie brauchen nicht Ihre ganze Lehre umzubauen, um mit Future Skills zu beginnen. Sie müssen nicht sofort ein neues Modul entwickeln. Sie brauchen auch nicht zuerst ein Framework vollständig zu beherrschen. Oft reicht etwas viel Einfacheres: eine Lehrveranstaltung, eine Unterrichtseinheit, eine Aufgabe – und 60 Minuten konzentrierte Denkzeit.

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